Kreidung


Die überwiegende Mehrheit der als fertige Beschichtung vorliegenden Beschichtungsstoffe, besteht hauptsächlich aus filmbildendem Bindemittel (“Harz“) sowie zuvor pulverförmigen Komponenten, wie farbgebenden Pigmenten, Korrosionsschutzpigmenten und Füllstoffen. Bei der so genannten “Freibewitterung“ kann es durch den aggressiven UV-Anteil des Sonnenlichtes zur Schädigung des Bindemittels kommen, so dass nach dessen “Abwittern“ die darunter liegenden Pigmente so weit freiliegen, dass sie bereits durch leichtes mechanisches Einwirken wie leichtem Wischen oder einfacher Berührung abgetragen werden können. Das danach auf dem wischenden / berührenden Medium vorliegende, wieder pulverförmige Pigment erinnert an z.B. von einer Schultafel abgewischte Kreide. Bei der gängigen Kreidungsprüfung werden die freiliegenden Pigmente mit einem klebrigen Medium abgehoben, welches zuvor definiert gegen die zu prüfende Oberfläche gedrückt wurde.

 

Produktbeispiel:

Abkreidungsprüfgerät nach Kempf, Modell 241

Mod. 241.jpg

Der Abkreidungsgrad von Anstrichen erlangt eine besondere Bedeutung für:

  • die Auswahl der am besten geeigneten Rohstoffe für den jeweiligen Verwendungszweck;
  • die Bestimmung der optimalen Pigment-Volumen-Konzentration im Hinblick auf die Wetterbeständigkeit oder die Selbstreinigung;
  • die Auswertung von Naturund Kurzbewitterungsversuchen;
  • die vergleichende Beurteilung von Rohstoffen und Fertigprodukte (Konkurrenzmusterprüfungen);
  • die Ermittlung der maximalen Gewährleistungsdauer bei Großprojekten.